Mai 5 2010

Bereiste Länder

1: Deutschland
2: Tschechische Republik
3: Österreich
4: Slowakei
5: Ungarn
6: Kroatien
7: Serbien
8: Bosnien-Herzigowina
9: Bulgarien
10: Griechenland
11: Türkei
12: Syrien (to be done)
13: Jordanien (to be done)

siehe auch – Grenzerfahrungen …und unsere Route in der Ansicht Gesamtstreckenverlauf


Mai 5 2010

Tag 4 – Stoppen sonst Dollar

Eins ist sicher – die Präsenz von Ordnungshütern in Bulgarien ist deutlich höher als wir das von deutschen Straßen gewohnt sind. Der Zustand der Straßen lässt allerdings darauf schließen, dass  die grundsätzlich hinter der Grenze fällige Straßennutzungsgebühr eher für den Ausbau des Polizeiapparates als für die Instandhaltung der Infrastruktur genutzt wird. In Kostenetz traf es uns dann auch. Wie immer versuchten wir irgendwie durch die Stadt zu kommen. Wie immer haben wir dabei die Hauptstraße aus den Augen verloren. Also ziehen wir unsere Kollonne gegen acht Uhr am Abend durch die Stadt. So auch an einem T-Stück, biegen links ab und kommen dabei quasi zum stehen  – aber nur quasi. Kelle raus, rechts ran. Noch wichtiger als die Wagenpapiere war den Kollegen die Kontrolle der Gebührenplakette an der Windschutzscheibe – wir haben eine – Ihr Auskommen bleibt gesichert. Dann setzen wir mit unseren eingerosteten Bulgarischkenntnissen zu Erklärungsversuchen bezüglich des Zwecks unserer Reise an. Das gelingt. Anschließend rückt der Sheriff mit dem Grund für unseren unfreiwilligen Stop heraus. “Stop” – wir haben also ein Stop-Schild im Schrittempo überfahren. Uns wird versichert, dass dieses Vergehen ein großes Problem in Bulgarien sei und man könne nicht umhin uns mit einem Bußgeld zu verwarnen. Ich mache klar, dass ich keine bulgarische Währung bei mir führe. Wir einigen uns auf US $. Der Sheriff winkt mit dem Strafzettel und schickt mich zurück zu Barney zum Geld holen. Wieder beim Streifenwagen angekommen ist nur noch sein Kollege da, der Strafzettel ist auch weg und ich werde gebeten die Scheine ins Türfach zu legen. 20 $ wechseln den Standort von meiner Hand in die Tür. Man fordert uns zur Weiterfahrt auf. Ich bin sicher, dass diese Dollar dem Straßennetzausbau zugeführt werden. Warum wurde uns der Empfang des Geldes nur nicht quittiert?


Mai 3 2010

Tag 3 – Sonderprüfung Fussballtor

Für den 3 Rallyetag hat sich das OK (Organisationskomitee) eine schöne Aufgabe einfallen lassen bezüglich der vor der Tür stehenden Fußball Weltmeisterschaft.

Die Aufgabe ist:

Sucht Euch einen Sportplatz und ein Tor.

Stellt Euch mit einem Fußball und nackten Oberkörper (Frauen ausgenommen) ins Tor und lasst Euch fotografieren.

Es gibt doppelte Punktzahl, wenn zusätzlich zum Team auch die Teamautos im Tor stehen.

 

Die Punkte wollten wir uns nicht nehmen lassen. Natürlich auch nicht die Sonderpunkte. Also das nächste Tor im Tiefflug durch Ungarn angepeilt. Barney, Lenny und Carl schnell über die Wiesen vors Tor gestellt und los geht’s. 

Wieder mal ein fall von: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte:

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Mai 3 2010

Tag 3 – Schnell sind wir schon mal…

Das Sticker2Amman Team ist heute (02.Mai, dritter Rallyetag) durch Kroatien gefahren. Um ein wenig die verlorenen Kilometer wieder aufzuholen haben wir mal gezeigt was unsere S-Klasse Motoren so hergeben.

Eine gute kroatische Strasse unter unseren Schluppen und das rauschende Gefühl des strömenden 95 Oktan Stoffs in den Schläuchen von Lenny, Barney und Carl.

Alles super, im wahrsten sinne des Wortes. Wir fühlten uns gut und frei wie der Wind.

Bis zu dem Moment wo der örtliche kroatische Sheriff seine Mittagspause unterbrach in dem er uns rausgewunken hat. Barney hat gleich hackengas gegeben, Lenny und Carl sind stehen geblieben.

Der freundliche Sheriff hat uns dann ein nettes Video gezeigt auf dem unsere Power deutlich zu sehen war.

Leider war der Kollege nicht so begeistert wie wir es waren, auch das Video durften wir nicht haben. Na ja, vielleicht finden wir es ja bald bei Youtube.

Nach 75€ durften wir jedenfalls weiter fahren.

Blitzbeleg


Mai 3 2010

Tag 4 – Lebenszeichen

Hallo Welt. Dies ist nur ein kurzes Lebenszeichen. Wir haben die Grenze zu Bulgarien überquert. Leider waren wir in Serbien komplett offline und konnten nicht bloggen. Das werden wir jetzt aber in Kürze nachholen. Geschicht über Übernachtungen in Edelhotels für kleinstes Geld, das setzen von Prioritäten und die Wandlung von Barney und Carl warten auf Euch. Alles hier – in Kürze. Haltet uns weiter die Treue. Amman, wir kommen!

Viele Grüße

Das Team Sticker2Amman


Mai 2 2010

Faces

Hallo Welt! Hier könnt Ihr sehen, wie wir uns über die Zeit verändern. Jeden Tag machen wir ein neues Foto von jedem Teammitglied und stellen es zeitnah hier ein. Der “Faces-Blog” wird also regelmäßig aktualisiert. Viel Spaß!

Barney 3Barney 4Barney 5 Barney 7Barney 8Barney 9Barney 10Barney 11

Tina 1Tina 2

Tina 3

Tina 4Tina 5Tina 6Tina 7Tina 8

Tina 9Tina 10

Ole 1Ole 2

Ole 3Ole 4Ole 5Ole 6Ole 7Ole 8Ole 9Ole 10

Oli 1Oli 2Oli 3Oli 4Oli 5Oli 6Oli 7Oli 8

Oli 9Oli 10

Wolle 1Wolfgang 2Wolle 3

Wolle 4Wolle 5Wolle 6Wolle 7Wolle 8Wolle 9Wolle 10

Dücki 1

Dücki 2

Dücki 3Dücki 4Dücki 5Dücki 6Dücki 7Dücki 8Duecki 9Duecki 10

Georg 1

Georg 2

Georg 3

Georg 4Georg 5Georg 6Georg 7Georg 8

Georg 9Georg 10


Mai 1 2010

Tag 2 – Carl

Carl, Lenny und Barney in Wien

Was eine geile Nacht. Barney, Lenny und ich sind gestern Nacht in Wien angekommen. So wie es sich gehört mit ausreichend Parkmöglichkeiten direkt vor der Tür in Wien. Es wurde noch kurz diskutiert ob die „absolutes Halteverbot“ Schilder auch für uns gelten. Der Entschluss war dann aber eindeutig.

Lächerlich, die Gelten für uns natürlich nicht!

An dieser Stelle noch ein super mega Danke an Anna-Maria (Dückis Schwester und Georgs Tochter). Wir durften in ihrer Wohnung mitten in Wien übernachten. Also das Team durfte, Lenny, Barney und ich haben wie gesagt draußen genächtigt. Anna hat als Supporterinn des sticker2amman Teams einen riesen Job gemacht. Nicht nur dass das Team dort nächtigen durfte, auch die benötigte Flasche Wein und Wasser incl. eines Rezepts aus der Österreichischen Küche war bei der Ankunft schon parat.

Danke!

Na gut, gestern war späte Ankunft da kann man schon mal ein wenig „ausschlafen“. Also ist das Team erst um kurz vor elf aus der Wohnung. Schnell die Sachen bei Lenny, Barney und mir reingeworfen und dann stillvoll Frühstücken gehen.

Kurz nachgedacht wo der richtige Ort zum Frühstücken in Wien auf einer Lowcostrallye ist, ……. Na klar, das Sacher!

Der eine oder andre kennt vielleicht die Kalorienbombe als Kuchen. Es wird euch interessieren zu hören dass der Kuchentyp in Wien eine große Edeltrüffelbutze hat. Und was ein Bau! Das Team fühlte sich im Rallyedress perfekt für diesen Edelbunker gekleidet.

Der Pinguin am Eingang sah das aber ganz anders.

Auf den Kommentar „Wir haben hier einen Tisch reserviert“ gab es nur die Antwort: „Habt Ihr nicht“.

Na geil. ….. Aber da ist Georg das Zauberwort eingefallen. Bei euch arbeitet eine Anna. Das war ein perfektes Beispiel wie Namen Türen öffnen können.

Also richtig doll gefreut hat sich der freundliche Herr immer noch nicht über unseren Besuch, aber er hat dem Team den reservierten Tisch gezeigt. Im nachhinein hätte er glaube ich lieber einen Tisch nicht so sehr im Mittelpunkt gewählt. Nun ja.

Also lecker Frühstück im Sacher. Trüffeldinger, Wachteleier (Bei den Eiern verstehe ich den Sinn nicht, super klein und doch nur ein Ei. Die Hühner haben das Eierlegen auf jedenfalls besser drauf) .und natürlich Sachertorte.

Gut gestärkt und mit dem sicheren Gefühl die Wiener Wirtschaft gefördert zu haben ging endlich die Rallye wieder los.

Also los, ohne Navi raus aus Wien, kann ja nicht so schwer sein.

An dieser Stelle möchte ich zu einer Spendenaktion für unsere Österreichischen Nachbarn aufrufen. Also alle die nicht gerade damit beschäftigt sind in Griechenland Urlaub zu machen, sollen bitte spenden damit Österreich endlich STRASSENSCHILDER KAUFEN KANN.

Das Navigieren nach Karte auf Strassen die nicht gerne verraten welcher Ort wo als nächstes kommt, macht jedes abbiegen zum Abenteuer.

Dann kommt gleich das nächste Problem. Wir müssen über die Donau. Kurz zur Erklärung, Autobahn dürfen wir immer noch nicht fahren und schwimmen wollt auch keiner von uns. Nicht zuletzt weil Barney mit seinen acht Zylindern einfach zu fett zum schwimmen ist. Also sind wir an eine Tanke um die Eingeborenen zu fragen.

Die Unterhaltung am Rande Wiens (Auf der im norden und wir wollten in den Süden) lief ungefähr so ab:

Eingeborener Tankwart, nenn wir ihn mal Maxle: Grüzi Gott

Georg:             Wie kommen wir über die Donau?

Maxle:             Einfach umdrehen und über die Autobahn.

Georg:             Wir möchten über die Donau ohne Autobahn.

Ein sehr verständnisloser Blick von Maxle.

Maxle:             Das geht nicht

Georg:             Es muss doch eine Brücke als Nichtautobahn geben.

Maxle:             Einfach wieder nach Wien reinfahren.

Georg:             Ist das eine Autobahn?

Maxle:             Ja

Georg:             Aber wir wollen ja keine Autobahn fahren.

Maxle wirft erneut einen unverständnissvollen Blick zu Barney, Lenny und mir.

Lange Rede, kurzer Sinn, Maxle hat nach links gezeigt und wir sind nach rechts gefahren. Wie sich im Nachhinein herausstellen sollte, eine mittelgute Entscheidung.

Also auf gen norden um die blöde Brücke zu finden. Ich bin mit Georg und Dücki vorgefahren. Irgendwann haben wir die Brücke gefunden und sind drüber. Neuer Mut flammte auf. Also wieder auf gen Süden. Für die die es interessiert, das Schilderproblem ist östlich der Donau nicht weniger geworden….

Nach zwei Stunden frustvoller Fahrt haben wir dann mal wieder auf einem Parkplatz angehalten um uns zu orientieren. Wieder in Wien, aber eben ohne Autobahn auf der östlichen Seite der Donau.

Das Gefühl festzustellen dass wir nun in Wien auf der östlichen Seite der Donau waren, nach zwei Stunden und Luftlinie nur gefühlte zwei Kilometer Streck war schon nicht so gut. Das Gefühl, nach einer intensiven Beraten der Karte, festzustellen dass wir wieder auf die westliche Seite der Donau müssen war aber noch viel schlechter.

Ab da wendete sich aber das Blatt und wiedererwartend haben wir alle Strecken zügig gefunden. Den Grenzübergang zur Slovakai haben wir zielsicher gefunden und auch Ungarn ist schnell erreicht.


Mai 1 2010

Tag 1 – Lenny’s Sicht

Der erste Tag

Meine Tankfüller sind gegen 6.10 aufgestanden, zumindest Oli, Tina ist mal wieder länger liegen geblieben. Die anderen wurden auch schnell wach und haben sich dann daran gemacht, andere Autos anzusehen und zu fotografieren, während Ole sich es nicht hat nehmen lassen mit der mitgebrachten Kaffeemaschine Filterkaffee zu machen – am Auto natürlich mit dem Spannungswandler, der an der Autobatterie hängt. Es hätte den Kaffee zwar fertig im Festzelt gegeben aber was solls… Nach der ersten Tasse Kaffee und keiner Dusche (da gabs nämlich keine) haben die Tankfüller sich schon mal so wie in der Wüste verhalten. Zähne vor uns, den Autos, geputzt, sich frisch gemacht und sind dann Weißwurst frühstücken gegangen. Ein Zwischenstopp bei uns mit einer Fotosession – u.a. auf unseren Dächern hat unsere Fahrer so richtig in Rallyestimmung gebracht. Ab 8.25 (mit Verspätung, also nix von wegen fester Zeitplan) gings dann los mit Ansprachen, Geschenkübergaben an und von Gästen aus Jordanien und einer kurzen Andacht. In der Andacht haben die Fahrer dann gelernt, weil ja fast alle einen Hut aufhaben, dass Hut etwas mit behüten und behütet sein zu Tun hat. Ein Hut schützt vor Sonne, stellt die Sonne aber nicht ab – häh?? Ach so – frei nach dem Motto –„ behütet sein“ heisst noch lange nicht, dass die Probleme beseitigt sind.

Kurzum ging’s dann los – mit dem Brautpaar und den Trauzeugen, dem Team, dass das geile Feuerwehrauto nach Amman fährt (die mussten einen Lens Mans Start hinlegen, also zu Fuss von der Rampe aus dem Festzelt zum Auto rennen und losfahren, denn das Feuerwehrauto passte nicht ins Festzelt). Nachdem die Autos vom OK )Organisationskomitee, also auch die Streckenposten und Kontrollen über die Rampe gefahren sind, durften dann alle Teams über die Rampe. Die Tankfüller haben sich die ersten angesehen, sind dann raus und haben dort gesehen, was die erste Aufgabe ist. Jeder hat nen großen Sack Futtermittel (Stutenfutter) bekommen. Jedes Team muss also einen Sack von dem Zeug der Prinzessin in Jordanien mitbringen. Scheinbar züchtet die Pferde und hat kein Futter ;-) . Es ist im Roadbook, dem Buch, das alle beim Start bekommen – dazu später mehr –auch nicht explizit verboten, bei Nahrungsmangel einen Teil selbst zu verzehren. Es heisst nur „unversehrt“ muss der Sack übergeben werden.

Die Jungs und das Mädel sind dann zu uns, den Autos, zurückgekommen und haben nochmal Fotos geschossen. Nachdem Startnummer 30 aus dem Zelt rauskam, haben sie sich langsam fertig gemacht und wir sind gaaaaaanz langsam zum Start gefahren – wird langsam ernst, dachte ich mir….

Das OK hat uns dann eingereiht, hinter der Startnummer 58 und vor der 60zig. Klar, wir haben ja Startnummer 59.

Und dann gings los. Bevor wir ins Zelt gefahren sind, gabs noch die TÜV Prüfung – so schnell hatte ich noch nie eine TÜV Plakette (auch nicht so günstig) und werde wohl auch so schnell keine mehr bekommen.

Der nette Herr hat uns dann noch mitgeteilt, dass das OK zu Beginn leider jedem Auto ein Roadbook mitgegeben hat und wir daher keines mehr bekommen, aber bei der ersten Station eines erhalten sollen. Irgendwie haben wir dann doch eines bekommen. Das Roadbook ist die Bibel – dort stehen alle Aufgaben drin. Die Sonderaufgaben und die Länderaufgaben. Die Länderaufgaben sind wie folgt:

  • Aus jedem Land, durch das wir fahren, eine Flasche Wein und eine Flasche Wasser mitbringen und beschriften
  • Aus jedem Land ein typisches Rezept aufschreiben (ggfs.das Essen auch noch fotografieren) – es soll nach der Rallye ein Kochbuch geben.

Die Sonderaufgaben beschreibe ich an den Tagen, wo wir sie erfüllen. Jedefalls steht da für heute drin, dass ein Bild von Schülern besorgt werden soll, ein SixPack Bier, das nach Amman soll und aus drei Käsesorten diejenige rauszufinden ist, die Bier enthält.

Mit dem Roadbook im Auto gings dann voll los – na ja – nach 250 m (in Worten ZWEIHUNDERT Metern, nicht Kilometern) mussten wir anhalten. Barney hat’s mal wieder erwischt. Er tropft und läuft aus, mit den Tankfüllern hat das nix zu tun gehabt, die waren vorher auf der Toilette. Staunend vor der Flüssigkeit, die auslief, mussten die Tankfüller nach zweimaliger Aufforderung des netten grünen Männchens dann doch die Hautpstrasse verlassen und sind gleich in die 100 Meter emtfernte Vertragswerkstatt. WOW – 350 m von 5555 km nach Amman und schon die erste Werkstatt. Der Besitzer war dann auch so nett, den Tankfüllern zu sagen, er hätte keine Rampe frei, um sichs anszusehen, aber es sähe schlecht aus. Schickte das Team59 zur 300 m entfernten freien Werkstatt. Der dortige Meister hat die Sache schnell geklärt – ohne Rampe – und hat uns aufgeklärt, dass des Wurzels übel der Dichtdeckel des Kühlwasserbehälters war. Nicht weiter schlimm, das ausgetretene Wasser war durch den Überdruck rausgeflossen – vollkommen normal.

Also gings runter vom Hof und weiter – ah wohin?? Das mit den Bildern der Kinder war ne Aufgabe für Tag 1, also nix wie zur nächsten Schule, die Grund- und Hauptschule. Dort angekommen, wars zwar die richtige Schule, aber die Bilder waren nicht da, sondern sind dem Blaskapellmeister übergeben worden, der sie den Tankfüllern bei der zweiten Aufgabe geben wollte. Die zweite Aufgabe war das Six Pack Bier in der Brauerei abzuholen. Das hat Team 59 meisterlich gelöst, aber irgendwie hats mit den Bildern nicht geklappt. Alle Bilder werden nach Istanbul gebracht und den Teams dort gegeben. Von dort aus sollen sie nach Syrien und Kindern übergeben werden und ggfs. entsteht daraus eine Brieffreundschaft zwischen jungen Menschen. Nach dem Six Pack mussten die Teams aus drei Käsesorten die richtige herausfinden, und zwar die mit Bier drin. Meisterlich hat das Team 59 diese Aufgabe korrekt gelöst und auch gleich noch den ehemaligen Beruf des Landrats herausgefunden. Die ersten Punkte sind dem Team sicher.

Ab nun hat man extrem freie Wahl auf dem Weg nach Istanbul. Keine festen Zwischenstopps und Prüfungen in anderen Städten. Damit war klar, dass das Team 59 die Routenplanung vielleicht doch am Tag Minus 1 machen hätte sollen. ;-) Karten lesen in Zeiten von Google und Navi ist das eine, die kürzeste Route herauszufinden und dabei möglichst viele Länder zu bereisen, das andere. Diskussion – Ziel anvisiert – Umweg für ein Land eingeplant und los sollte es gehen. So gegen 13.00 ist das Team von der Käserei aufgebrochen. Nach 2 km hat Barney dann gemerkt, dass er die falsche Richtung eingeschlagen hatte. Das sollte heute noch öfter so passieren. Umkehren, zurück und auf ein neues. Zurück nach Kempten – eine Gastankstelle für Carl – kurzer Erfrischungsstopp und weiter gings. Auf dem Weg nach Wien mit Umweg über die Tschechische Republik solls heute gehen. Daher zurück Richtung München …

Fast ne Vollbremsung, weil die B12 zur Autobahn wird – und das ist laut Regeln nicht erlaubt. Standstreifen – shit ne Ausfahrt verpasst. Umkehren und zurück. Ab nun übernimmt Carl die Führung der Kolonne und ich, Lenny, fahre hinter Barney am Ende. Vielen Dank an die nette Dame von der Zeitung, die uns angerufen hat, weil sie sich Sorgen machte, dass etwas passiert sei – Sie hat auf dem Tracker geshen, dass wir wieder zurück Richtung München fahren… An alle die die Gesamtroute verfolgen. Start war weder in Hamburg noch in München, sondern in Oberstaufen J

Das ist nun auch so gewollt und seitdem Carl uns lotst geht’s auch ohne größere und ungewollte Umwege Richtung Tschechische Republik, wohlgemerkt alles auf der Landstrasse. Einer der Gründe: Georg hat eine Landkarte von Deutschland (und Umgebung), die älter als die Autos sind, also älter als 20 Jahre – in dem Fall klasse, denn vor über 20 Jahren gab es ja auch noch nicht so viele Autobahnen J

Hinter München, fast wieder in der Heimat von Tina und Oli, durch Erding weiter Richtung Passau. … Die Tagestour ist um 18.00 Uhr noch nicht bis zur Hälfte geschafft. 270 km sind gefahren, mehr als 555km müssens werden und bis nach Wien sinds (mit dem Umweg ca. 635km). Dort ist geplant gegen Mitternacht bei Anna Maria, Dückis Schwester und Georgs Tochter anzukommen…

KM 290 Shell Tankstelle kurz vor Trauperting – Teamstopp – Kaffee eingeworfen. Haben für Carls Auto noch eine Birne fürs Rücklicht (links) mitgenommen– neue Glühlampe und tut trotzdem nicht.

Kommunikation per Walky Talky:

Tina: „Die Birne geht immer noch nicht“

Dücki: „Die Birne geht, die ist neu“

Tina: „Dann Ist das wohl doch was anderes…..   mit der Elektrik wahrscheinlich“

Dücki: „Kann sein“

Kurz vor dem Losfahren rauscht noch das Team 65 an uns vorbei – die haben die gleiche Idee ….

Vor der Weiterfahrt kleben wir noch nen Sticker aufs Auto, den uns die nette Dame der Shelltankstelle mitgegeben hatte. „Rauchen nicht unter 18“ – noch ein Sticker der nach Amman geht – Danke!

Auf dem Weg in die Tschechische Republik gings dann auch reibungslos… Geradlienig wurde das Ziel angepeilt und kurz hinter der Grenze eine Falsche Wasser und Wein besorgt. Kurz nach Mitternacht hat das Team 59 wie geplant den Wein besorgt und damit fällt der Wein auch in die Tagesplanung von Tag 2 J – geilese Timing und geiler Plan!

Gleich wieder umkehren und zurück Richtung Wien…. Auf Landstrassen gings dann die restlichen 150 km ziemlich zäh – einige Fahrer wechsel, damit keiner der Fahrer zu müde wird…

Lenny hat Probleme mit der Beschleunigung und daher muss morgen mal das Gaspedal überprüft werden.

Um 2:20 kommt das Team dann in Wien an, drinkt noch ein Gute Nacht Bier und begibt sich in den wohlverdienten Schlaf…

Vielen Dank Anna Maria – die erste Übernachtungsaufgabe haben wir dank Deiner Hilfe mit Bravour gelöst.

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Apr 30 2010

Tag – 1 – Carl

Ankunft in Bayern:

Am Mittwoch war es so weit. Frisches norddeutsches Blut fällt in Bayern ein. Natürlich mit leichter Verzögerung wegen diverser Staus und fliegender HSV Fahnen.

Nun ja, wer später kommt (Vor allem auf seine eigene Party) muss halt schneller feiern. Gesagt getan, wir sind im Amarillos eingefallen wie einst Störtebecker in Hamburg. Ein toller  Laden mit weltklasse Bedienung. Große Augen haben wir gemacht als wir zur Erfrischung kühles BECKS serviert bekommen haben. Das einzige was die Bremer wirklich können, hat es auch bis nach Forsten geschafft. Respekt.

Also freuten wir uns auf einen tollen Partyabend mit Leuten, Bier und …… ach ja, Fußball.

Lyon – Bayern.

Oli wollte alles vorbereiten. DVBT Karte an den Laptop geprügelt und alles ist gut. ….. Gut?

So richtig gut funktioniert auch eine hightech Fernsehkarte nur wenn der Laptop nicht kurz vorm Spiel seinen Ruhestand ausruft. Mist, also kein Fußball. Kein Fußball hieß in unserem Fall das wir einfach mehr Zeit für Bier hatten.

Na ja, war ja auch Training und wir wollten uns eh aufs wesendliche konzentrieren.

Auch ein richtig guter Abend muss aber irgendwann mal zu Ende sein. Also haben wir ein Taxi bestellt.

Ich bin mir nicht sicher was da passiert ist. Es fühlte sich an als ob wir ein stillschweigendes Agreement mit dem Taxifahrer gehabt hätten. Trotz häufiger Nachfrage kam er nicht und dem zufolge sahen wir auch keinen Grund mit dem Biertrinken auf zu hören. Eine Win/Win Situation.

Irgendwann gegen zwei sind wir dann doch heim zu Tina und Oli. Gott sei dank hatte Tina noch Eier zuhause. Also haben wir nach Westfälischer Sitte noch lecker Eier gemacht. Das einzige was Dücki in der Küche ohne größere Unfälle hin bekommt. Passend dazu ist das einzige was Wolle Unfallfrei in der Küche hinbekommt GinTonic in riesen Krügen.

Ein passender Abschied des Abends. Große Gläser GniTonic und ein Berg Rührei.

Um vier hat dann die Matratze gerufen.


Apr 28 2010

Tag -1 – wir fahren los

Es ist so weit – wir machen uns auf den Weg. In einem Sternmarsch trifft sich das Team Sticker2Amman auf Etappe -1 in Pastetten, um dort eine kleine Abschiedsfeier in der Tex-Mex Bar Amarillo zu geben. Ole und ich kommen aus Hamburg, Dücki und  Georg aus Frankfurt und Oli und Tina bleiben einfach wo sie sind.

Um uns schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf das zu geben, was das Schicksal auf der Rallye für uns bereit hält, haben wir gleich zum Start mal mit ein Paar Tücken zu kämpfen.

1. Natürlich geht uns einen Tag vor Abfahrt Barneys Kompressor für die Klimaanlage über den Jordan. Na ja – wir sind ein Team – Lenny hat auch keine Klima und wir verkaufen das Ganze Oli und Tina als Akt der Solidarität.

2. Die AXA Versicherungsgruppe war nicht in der Lage innerhalb von 10 Tagen eine Grüne Versicherungskarte, mit der wir auch in die Türkei kommen, postalisch zuzustellen. Ganz anders die Rechnung für die notwendige Vertragsänderung – diese war nach zwei Tagen da. Und wer jetzt glaubt man geht einfach in eine AXA Niederlassung und lässt sich dort eine Karte ausstellen, denkt zu einfach und auch zu kundenorientiert. Der Weltkonzern AXA sieht sich nicht in der Lage eine Karte außerhalb des “Service Center Dreieich” auszustellen. Kommen Sie doch einfach in Dreieich vorbei, das liegt doch quasi auf dem Weg. Quasi ist ein schönes Wort. Wir fahren also, weil alterntivlos, auf unserem Weg nach Pastetten quasi direkt in Dreieich vorbei – na gut – 150 Kilometer und zwei Stunden Umweg. Aber wir haben sie!!! Das frühere Aufstehen – Das Servicecenter Dreieich hat nur bis 16:00 Uhr geöffnet – hat sich quasi gelohnt. Türkei wir kommen.

3. Barney ist, so wie es sich gehört, natürlich mit einer HSV Fahne ausgestattet. Leider sind auch die hinteren Fensterheber von Barney außer Funktion. Also, Fahne vorne rechts. “Leider” ist es heute auch sehr warm. Ole macht also bei 120 auf der Autobahn das Fenster auf. Seit der Fussball WM 2006 weiß jeder, dass der Befestigungsmechanismus von Autofahnen ab einer bestimmten Geschwindigkeit nur noch bei geschlossenem Fenster funktionieren KANN. Ole hat das wohl vergessen… Fahne weg. Aber wir haben ja Internet. Suchen also einen HSV Fanshop in der Nähe und werden in Bensheim fündig. Gesagt, getan, hingefahren – quasi kaum ein Umweg.  Auto geparkt, Wasser unterm Auto, Kühlschlauch geplatzt. Super! Panik kommt nicht auf. Erstens, wir haben ausgezeichnete Messer bei Globetrotter gekauft… Schlauch gekürzt, und Schlauchschellen dabei… Schlauch befestigt. Karre wieder flott. Zwei Fahnen gekauft, wegen der Sicherheit. Wer also dringend mal HSV Fanartikel braucht und im Mainland unterwegs ist – www.hugnus.de – die haben alles.

Die Reise geht weiter. Pastetten wir kommen.

Was mich wirklich beunruhigt ist die Tatsache, dass die Klima und der Schlauch kaputt gegangen sind als Ole am Steuer saß. Und die Fahne? Na ja – Ihr wisst… Ich kann doch nicht bis Amman selbst fahren. Wie mache ich ihm nur klar, dass ich hier jetzt öffentlich nach einem Ersatzfahrer suche?

…to be continued…