Wochenblatt_Seite_1_20.03.2010

Mit einem Oldie

nach Amman

Wolfgang Bee fährt eine verrückte Rallye mit 

 WB vor Auto

 Auf Wolfgang Bee (37) wartet das Abenteuer seines Lebens: Mit einem betagten „Edel-Benz“ nimmt er an der verrücktesten Rallye der Welt vom Allgäu ins jordanische Amman teil (Seite 10)

 

 

Eine verrückte Rallye

Vom Allgäu nach Amman: Mit einer betagten S-Klasse auf einem Abenteuertrip

 

Fortsetzung von Seite 1 (tk). Es ist ein Abenteuer, eine großangelegte Spendenaktion mit Unterstützung der Vereinten Nationen – vor allem aber ist es die verrückteste Rallye der Welt: Am 30. April startet in Oberstaufen die Rallye „Allgäu-Amman“. Mit dabei ist Wolfgang Bee (37) aus dem kleinen Neu Wulmstorfer Ortsteil Rübke im Landkreis Harburg. Gemeinsam mit Freunden und Kollegen sowie drei betagten Autos startet er in den Mittleren Osten gen Jordanien. „Eine verrückte Sache, ich freue mich schon riesig darauf“, sagt Bee. Verrückt ist die Rallye vor allem wegen ihrer Regeln: Die Autos müssen mindestens 20 Jahre alt sein oder nicht mehr wert als 1.111 Euro. Die Route dürfen

wb im Auto

Dass die Sitzheizung kaputt ist, wird Wolfgang Bee nicht stören, wenn er den alten Mercedes gen Amman steuert Foto: tk 

sich die rund 300 Teilnehmer selbst suchen. Autobahnen und mautpflichtige Straßen sind verboten. Übernachtet wird meist im Zelt. Wer in ein Hotel will: Das Zimmer darf nicht mehr als 11 Euro kosten. Das besondere soziale Engagement wird am Ende in Amman sichtbar: Alle Autos werden versteigert. Der Erlös geht in soziale Projekte in Jordanien. Die Vereinten Nationen und das Welternährungsprogramm haben die Schirmherrschaft übernommen. „Jordanien ist ein sehr armes Land“, sagt Bee, der geschäftlich schon im Mittleren Osten war. Wolfgang Bee hat sich für dieses sozialen Abenteuertrip einen Mercedes 420 SE, Baujahr 1989, besorgt. Die S-Klasse mit dem 4,2 Litermaschine hat schon 315.000 Kilometer auf der Uhr „Der macht locker 600.000“ ist Bee zuversichtlich. Größere Pannen darf es nicht geben. Der IT-Fachmann ist kein Schrauber. Sollte doch etwas kaputtgehen: „Hilfe findet sich bestimmt irgendwo“, sagt er. Seine Teamkollegen sind übrigens noch auf der Suche nach einem Benz. Bis die Rallyepiloten am 10. Mai in Amman ankommen, sind sie nicht nur durch elf Länder gefahren, sondern haben diverse Prüfungen abgelegt: Die erste beginnt schon vor dem Start. Jedes Team nimmt einen kleinen Baum nach Amman mit. Der muss zwingend heil ankommen und wird dort eingepflanzt. Wolfgang Bee und seine Teammitglieder werden am Ende der Rallye Allgäu-Amman rund 25.000 bis 30.000 Euro investiert haben. Sponsoren sind daher willkommen. Auch Ersatzteile für die S-Klasse werden noch gebraucht. Über ihre Erlebnisse werden die Teilnehmer in einem Internetblog berichten. (www.sticker2amman.de). Dort finden auch Sponsoring-Interessenten Infos.

Autos Rallye

Angekommen: Die Rally hat 2009 Amman erreicht Foto: oh 

● Weitere Infos über die verrückte Tour im Unternet unter www.allgaeu-orient.de



Warning: require(/www/htdocs/v029663/sticker2amman/wp-content/themes/elegant-grunge/comments.php): failed to open stream: Permission denied in /www/htdocs/v029663/sticker2amman/wp-includes/comment-template.php on line 877